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PeerLink: Datei-Kollaboration zwischen NetApp und Cloud

File-Replikation zwischen Cloud und NetApp Server

Das gemeinsame Arbeiten global verteilter Teams an den selben Daten wird immer wichtiger, stellt aber nach wie vor eine Herausforderung dar. In den nächsten Jahren, wenn sich Applikationen bis hin zu virtuellen Desktops mehr und mehr in die Cloud verschieben, wird dieses Thema noch wichtiger – aber auch komplexer. Während ein Teil des Projektteams noch in on-premise-Umgebungen agiert, werden andere bereits über Cloud-basierte Thin-Clients auf die Daten zugreifen. Auch in diesem Szenario muss gewährleistet sein, dass nicht an unterschiedlichen Versionen gearbeitet wird und dass Daten nicht durch Zugriffskonflikte verloren gehen. Wie diese Kollaboration von Fileserver- und Cloud-Daten funktioniert, möchten wir am folgenden Beispiel erläutern.

Der technische Ansatz von PeerLink

PeerLink von PeerSoftware ist auf die Zusammenarbeit mit NetApp optimiert und ist (auch auf Windows Servern und EMC) die Dateikollaborations-Lösung unserer Wahl. Eine sehr performante Echtzeit-Synchronisation mit integriertem Datei-Lock ermöglicht die Verteilung der Daten an verteilte Projektmitarbeiter. Die Daten liegen auf allen benötigten Systemen vor, während Änderungen auf Byte-Level sychronisiert werden. Öffnet ein Mitarbeiter eine Datei, wird diese sofort mit einem Datei-Lock belegt, so dass Dateien nicht versehentlich von zwei Mitarbeitern gleichzeitig bearbeitet werden können. Schlechte Anbindungen und hohe Latenzen sind für PeerLink kein Problem.

Architektur

PeerLink arbeitet mit NetApp Clustered Data ONTAP und mit 7-Mode Systemen zusammen. Auch die NetApp Private Cloud Lösung wird unterstützt, wie auch Cloud ONTAP, (eine virtuelle NetApp in der Amazon Cloud). Die Architektur des Lösungsansatzes sieht folgendermaßen aus:

NetApp-PeerLink-Cloud

 

Auf jedem der Systeme (Data Center bzw. Cloud) wird ein PeerLink Agent ausgeführt. Zusätzlich wird im Hauptrechenzentrum (Deutschland) der PeerLink Hub installiert. Diese beiden Komponenten überwachen und gewährleisten die globale Replikation. Für eine optimale Anbindung nutzt PeerLink die NetApp FPolicy API.

Verteiltes Filesystem und globaler Datei-Lock

Alle Mitarbeiter können die selben Daten öffnen und bearbeiten, egal wo diese sich befinden. Erstellt ein Nutzer eine neue Datei (bspw. in Deutschland), wird diese automatisch überall zur Verfügung gestellt. Ein Mitarbeiter aus Singapur, der die AWS Cloud nutzt, kann diese Datei nun bearbeiten. Gespeicherte Änderungen werden sofort auf Basis einzelner Dateiblöcke an die anderen Standorte verteilt. Wann immer ein Mitarbeiter eine Datei geöffnet hat, also bearbeitet, wird ein globaler Schreibschutz durchgesetzt, so dass Zugriffskonflikte ausgeschlossen werden.

WAN-optimierte Replikation einzelner Dateiblöcke

Ändert ein Mitarbeiter an einem Standort eine 2 GB Datei, ist es nicht praktikabel, die gesamte Datei erneut an alle Standorte zu verteilen. Dieser Prozess müsste zudem immer gestartet werden, wenn der Nutzer auf „Speichern“ klickt. PeerLink arbeitet mit dem NetApp Controller zusammen und etabliert eine Dateiblock-basierte Replikation, die die Änderungen kleinster Dateiblöcke registriert und repliziert. Durch diese Technologie lassen sich auch in komplexen WAN-Umgebungen Änderungen an der besagten 2 GB Datei sehr schnell und effizient synchronisieren.

Performance-Gewinn durch lokale Kopien

Der Ansatz, eine Datei nur auf einem zentralen System zu speichern, funktioniert für global agierende Teams nicht. Prinzipbedingt müsste jede Datei beim Öffnen vollständig vom zentralen System an die Außenstelle übertragen werden. Das ist schon auf sehr gut angebundenen Systemen ein Problem, bei einer typischen Verbindung von Deutschland nach Indien geht hier gar nichts. Mit PeerLink werden die Dateien daher an allen Standorten lokal gespeichert und nur die Änderungen übertragen. Die Größe einer Datei hat hier kaum noch Einfluss auf die Geschwindigkeit der Synchronisation und damit auf die Qualität der Kollaboration zwischen den Mitarbeitern.

Fazit

Die vorgestellte Lösung ist in dieser Ausprägung eine hochperfomante Basis für große, global agierende Projektteams. Kleinere Unternehmen, mit bspw. zwei gut angebundenen Standorten in Deutschland, profitieren vor allem dann von PeerLink, wenn mit großen Dateien wie zum Beispiel CAD-Dateien gearbeitet wird. Hier kommen schnell Gigabytes zusammen, die ohne eine Lösung wie PeerLink auch das beste LAN in die Knie zwingen. Ob der Einsatz von PeerLink lohnt, hängt wohl in erster Linie davon ab, ob die Kollaboration bisher funktionierte. Beschweren sich Mitarbeiter über Wartezeiten beim Öffnen und Speichern von Dateien, sollte das Problem bereits ernst genommen werden.

Durch unsere Spezialisierung auf Fileserver decken wir oft Anforderungen aus einzelnen Abteilungen auf, die von der IT nicht erfüllt werden können. Gerade die „kreativen“ und produktiven Abteilungen wünschen sich oft bessere Kollaborationslösungen. Diese sind nach unserer Erfahrung oft schon im Ansatz an der schlechten Perfomance gescheitert. Wer einmal eine 3 GB CAD-Datei über ein DFS replizieren wollte, wird es wahrscheinlich kein zweites Mal tun. Im Rahmen der Planung von Fileserver-Konzepten zeigen sich diese Anforderungen, sobald man Abteilungsleiter (bzw. DataOwner) in die Gespräche einbezieht. Oft geht es in diesen Workshops für uns zunächst um andere Themen, wie die zukünftigen Ordnerstrukturen und die Steuerung der Zugriffsberechtigungen. Kommt hier Kritik an der bestehenden Daten-Kollaboration auf, haben wir mit PeerLink eine probate Antwort parat. Die Effizienz kann sehr einfach mittels einer PeerLink Testinstallation nachgewiesen werden – an dieser Stelle ein Lob an den Support von Peer Software, der eine reibungslose Inbetriebnahme gewährleistet.

Lösungen für spezielle Anforderungen

Wenn kleinere Unternehmen lediglich Office-Dateien über zwei oder drei Standorte in Deutschland verteilen wollen, kann eine normale DFS-Replikation im Übrigen vollkommen ausreichen, wenn es um die reine Geschwindigkeit geht. Dateizugriffe führen jedoch erst mit einiger Verzögerung zu einer Sperre für andere Benutzer, so dass immer die Gefahr besteht, dass zwei Benutzer eine Datei gleichzeitig öffnen und bearbeiten. Wer nun zuletzt auf „Speichern“ klickt – gewinnt. Alle Änderungen des anderen Mitarbeiters sind verloren. je stärker die Kollaboration genutzt wurde, desto häufiger tritt dieses Problem auf, und führt bei den Mitarbeitern zu Misstrauen. Diesem Problem beugt der effektive Echtzeit-Datei-Lock von PeerLock vor.

Nicht selten treffen wir auf den Wunsch, das Backup effizienter zu gestalten oder auch den Kopiervorgang bei einer Fileserver-Migration zu optimieren. In diesen Fällen helfen die verschiedenen Versionen von PeerSync, natürlich ebenfalls von Peer Software. PeerSync ermöglicht eine Echtzeit-Synchronisation eines Servers mit einem weiteren Server. Wie bei PeerLink werden auch hier nur die Änderungen übertragen, was z.B. ein Backup eines Hauptservers auf einem Backup-Server an einem anderen Standort ermöglicht. Auch eine Migration mit geografischem Standortwechsel kann deutlich profitieren, denn alle Änderungen werden sofort übertragen, so dass zum gegebenen Zeitpunkt alle Daten auf dem aktuellsten Stand sind.

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